Eine kleine Farbenlehre des Wohnens

WEMMaeder__50C1830_FarbklekseHaben Sie gewusst, dass Farben gar NICHT existieren?

Farben sind schlicht und einfach ein Produkt unserer Sinneswahrnehmung, die unser Sehsinn aus der wahrgenommenen Schwingung und Energie des Lichts erzeugt. Das Farbspektrum, das wir Menschen wahrnehmen, spannt einen Bogen von den Infrarotstrahlen (Träger von Wärmeenergie) hin zu Ultraviolettstrahlen (Träger von Kälteenergie). In den Körperzellen werden diese physikalischen Reize zu Nervenimpulse umgewandelt und zum Gehirn weitergeleitet.

Die Nervenimpulse lösen im Gehirn Reaktionen aus, die unser Wohlbefinden beeinflussen.

Farben wirken einerseits direkt auf die Psyche ein, andererseits beeinflussen sie uns indirekt durch die Raum-Atmosphäre, die sie als eines der bestimmenden Elemente prägen. Raumgrösse und Raumtemperaturen werden subjektiv wahrgenommen. Helle Farben (z. B. Gelb, Orange, etc) lassen Raumdimensionen grösser erscheinen. Die dunklen Farbtöne hingegen verkleinern einen Raum optisch. Warme Farben (z. B. Rottöne) bewirken eine leicht erhöht empfundene Temperatur, kalte Farben lassen die Wahrnehmung der Raumtemperatur etwas tiefer erscheinen.

Farben für lange und schmale Räume

Bei langen, schmalen Räumen empfiehlt es sich, die Stirnwand in einer kräftigen Farbe zu streichen. Das nimmt dem Raum Tiefe und die Wand rückt optisch ein Stück näher.

Farben für kleine Räume

Kleine Räume wirken optisch größer, wenn Sie in hellen Farben gestrichen werden. Neben Weiß eignen sich vor allem Blau-, Violett- und Grüntöne. Blau vermittelt ein Gefühl von Weite – ähnlich wie der Blick aufs Meer oder den Horizont.

 Farben für grosse Räume

Hin und wieder gibt es auch das Problem, dass ein Raum zu groß ist und man sich darin etwas verloren fühlt. In solchen Fällen hilft es, wenn Sie den Raum oder einzelne Wände in dunklen, warmen Farben streichen. Das verkleinert den Raum und man fühlt sich geborgener.

 Keine dunklen Farben für Decken

Vermeiden Sie dunkle Farben auf Decken. Es macht den Raum niedrig und die Decke kann unter Umständen sogar „erschlagend“ wirken. Verwenden Sie für solche Räume unbedingt helle Farben wie z.B. ein warmes Hellgelb. Noch höher wirkt ein Raum, wenn Sie die Wände in derselben Farbe wie die Decke, nur eine Nuance dunkler streichen.

Wer es gerne etwas ausgeflippter mag, kann auch Streifen an die Wände malen. Denn hier gilt dasselbe Prinzip wie bei Kleidung. Längsstreifen machen schlank, Querstreifen tragen auf. Wenn Sie also  senkrechte Streifen an die Wände streichen lässt das den Raum höher wirken. Im Gegensatz dazu ziehen Querstreifen den Raum optisch in die Breite – der Raum wirkt dadurch niedriger. ideal.

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