Falera: Unser Leben hängt an einem Seil

Das Bündner Bergdorf Falera schien im Aussterben begriffen, die Abwanderung unumkehrbar. Da erschloss eine Seilbahn die Laax-Flims-Arena für den Wintersport. Rund 50 Jahre ist es her.

© Werner Mäder, Uetikon

© Werner Mäder, Uetikon

Ignaz Cathomen hat den Wandel von der Subsistenzwirtschaft zum renommierten Wintersportort von klein auf miterlebt. Mit jugendlicher Frische nimmt er den Leser mit in seine bergbäuerliche Kindheit, berichtet über seine ersten Erfahrungen jenseits des Vorderrheintals und den Aufschwung der Region dank der „Weissen Arena“. „Unsere Seele haben wir dabei bewahrt“, sagt Cathomen, verweist aber auf neue Fragen, die sich aus dem Wandel des Wintersports, der Aussiedlung der Bauernbetriebe und dem Gesetzeswerk der Zweitwohnungsinitiative ergeben.

© Werner Mäder, Uetikon

© Werner Mäder, Uetikon

Cathomen meint, dass er mit seien 82 Jahren einen Wandel durchlebt habe, wie er nie zuvor innerhalb einer Generation stattgefunden habe. Während seines Lebens in Falera erlebte er grössere Veränderungen als mancher, der hundert Grenzen überschritten hat und einem Pass voller Stempel heimgekommen ist.

Das Buch „Falera – unser Leben hängt an einem Seil“ ist zuerst die Lebensgeschichte eines wachen Menschen, der im Alter nochmals über de Entwicklungen seines Dorfes in den letzten Jahrzehnten nachdenkt. Es ist aber auch Dorfgeschichte und insbesondere eine Art Fallstudie über die Auswirkungen des Tourismus in Schweizer Bergdörfern überhaupt.

Die Ignaz Cathomen erzählten und von Markus Mäder aufgeschriebenen Erinnerungen sind nun im NZZ Libro-Verlag als Buch erschienen. Sie können dieses zum Preis von CHF 38.00 direkt beim Verlag bestellen unter NZZ Libro.

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