Caminada-Bau als starker Impuls für Valendas

© Werner Mäder __50C8385

Solidarische Beziehungen zwischen Stadt und Land, das müsse die Zukunft sein. Nur so könnten tragfähige Lösungen entstehen, sagt sinngemäss der bekannte Architekt und Professor Gion A. Caminada aus Anlass der Eröffnung «seines» neuesten Werks, dem Gasthaus am Brunnen in Valendas an der Nordflanke des Bündner Rheintals.

Im Interview mit wohnblogTV spricht Caminada über das Projekt und seine Motivation dafür:

Auch mit dem Gasthaus am Brunnen in Valendas will Caminada Räume zu schaffen, die einen unmittelbaren Bezug zu ihren Bewohnern haben. Denn er ist überzeugt, dass der Mensch erst aus dem Überschaubaren heraus fähig und bereit ist, wirksame Motivationen zu entwickeln und schlussendlich Verantwortung für den eigenen Ort und für die Umwelt zu übernehmen.

Wenn Sie etwas mehr Zeit haben, können Sie sich das Kurzreferat von Gion A. Caminada zur Eröffnung seines neuesten Werks hier in voller Länge anschauen:

Ein Dorf nimmt seine Zukunft in die Hand

Mit der Eröffnung des von Caminada gestalteten ‚Gasthaus am Brunnen‘ nimmt Valendas seine Zukunft in die eigene Hand. Der kleine, aber feine Treffpunkt für Einheimische und Gäste ist über Dorfbeiz, Gourmetlokal, Brunnensaal und Klein-Hotel hinaus auch ein Symbol der Hoffnung.

© Werner Mäder __50C8283

Das finanzschwache und von Abwanderung bedrohte Bergdorf Valendas hat mit viel Willensstärke und Freiwilligenarbeit gezeigt, dass es an seine Zukunft glaubt. Treibende Kraft für diesen ehrgeizigen Umbau und für weitere drei flankierende Projekte ist die Stiftung Valendas Impuls.

Mehr Leben im Dorfkern und Impulse für die lokale Wirtschaft

nordlichtphoto.com

Am historischen Dorfplatz mit Europas grösstem Holzbrunnen kehrt wieder Leben ein. Das bald 500-jährige Engihuus wurde während der letzten zwei Jahre umgestaltet. Gemäss Dr. Martin Pfisterer, Präsident der Stiftung Valendas Impuls, hat Gion Caminada das Haus mit viel Einfühlungsvermögen und in engem Kontakt mit den Valendasern zu einem neuen Treffpunkt für Einheimische und Gäste aus nah und fern umgestaltet.

© Werner Mäder __50C8348 - bearbOrig

Das Budget für den Um- und Ausbau betrug rund 4 Millionen Franken. Diese Mittel hat die Stiftung Valendas Impuls bei Freunden und Gönnern zusammengetragen, motiviert und angetrieben von der Kraft der Freiwilligen-Arbeit – insgesamt wurden seit 2008 von rund drei Dutzend Valendasern und Valendas-Freunden über fünf Personen-Jahre geleistet.

Einkehren, feiern, Ferien geniessen

nordlichtphoto.com

Gastgeber im neuen ‚Gasthaus am Brunnen‘ sind Matthias und Elvira Althof-Solèr. Die in Valendas aufgewachsene Confiseurin und der renommierte Koch wurden an ihren Tessiner Wirkungsstätten mehrfach ausgezeichnet, so in der Osteria dell’Enoteca in Losone mit 14 Gault Millau-Punkten. In Valendas werden sie nebst tollen Gourmet-Menus auch währschafte Gerichte auftischen, so dass hungrige Handwerker, Velo- und Wandergäste ebenso satt und glücklich werden wie die kulinarisch interessierten Geniesser. Nebst acht sehr individuellen Gästezimmern, drei gemütlichen Gastlokalen und zwei einladenden Aussen-Plätzen wartet das Gasthaus mit dem stimmungsvollen Brunnen-Saal für bis 65 Personen auf. Hier werden Familienfeiern, Vereinsanlässe, Meetings und so manch kulturelle Veranstaltung über die Bühne gehen.

© Werner Mäder __50C8342 - bearbOrig

Mit dem ‚Gasthaus am Brunnen‘ werden in Valendas vier bis fünf Arbeitsstellen geschaffen. Flankierende Projekte in den Bereichen Fauna und Flora, Kultur und Architektur werden zusätzlich zur Belebung der Dorfgemeinschaft und der Gemeinde Safiental beitragen. Das Projekt ‚Faszinatur‘ wird weitere Wertschöpfung bringen, vorab für interessierte Landwirte und Landfrauen. Für diese drei Projekte konnte ein separates Budget von rund 250‘000 Franken bereitgestellt werden.

Dieser Beitrag wurde unter Habitat abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ein Kommentar zu Caminada-Bau als starker Impuls für Valendas

  1. avatar Rosa Behrendt-Hagmann % Martin Senn sagt:

    In Valendas kaufen wir immer unsere Konfitüren (Hungg), Zopf und Käse und andere Köstlichkeiten. Aber auch unser „Zusammenhaltring* stammt aus Valendas (Brünn). Dort wohnt der Goldschmied Jean Pierre Ruchti im alten Schulhaus. Von ihm habe ich auch meine „Morins“. Ja, also als St. Galler Rheintalerin fühlte ich mich sehr wohl in Valendas.
    Wir sind am Samstag, 2. August zum Abendessen im Gasthaus am Brunnen.

    Beste grüsse
    Rosa Behrendt