Libor und Festzinshypotheken weiterhin auf tiefstem Niveau

Ganz und gar nicht den Erwartungen entsprechend haben die Aktienmärt weltweit auf die Wahl von US-Präsident Donald Trump reagiert. Es waren nicht Rückschläge zu verkraften, sondern positive Kursavancen waren und sind zu verzeichnen. Auch die europäischen Börsen haben sich gut entwickelt. Das Gleiche können wir auch bei Brexit erkennen. Seit Wochen ist dies ein wichtiges Wirtschaftsthema und die Gazetten füllen sich mit Nachrichten, welche Negatives im angelsächsischen Raum, insbesondere Grossbritannien erahnen lassen. Auch hier ist bis dato nur das Gegenteil passiert. Der Zinserhöhung der US Notenbank vom März 2017 dürfte wohl in diesem Jahr noch eine weitere Anpassung nach oben folgen.

Die EZB hält ihre Leitzinsen schon seit vielen Monaten auf dem Rekordtief von null Prozent. Zusätzlich pumpt sie über den Kauf von Anleihen und anderen Wertpapieren Woche für Woche Milliarden in das europäische Finanzsystem. Mit diesen gewaltigen Summen will die EZB dazu anregen, dass die Banken mehr Kredite an die Wirtschaft sprechen. Das soll die Wirtschaft stützen aber auch die immer noch zu niedrige Inflation etwas anheizen. Die EZB hält ihre ultralockere Geldpolitik nach wie vor als angemessen.

Wie aus der geldpolitischen Lagebeurteilung der SNB (Schweiz. Nationalbank) ersichtlich, wird die expansive Geldpolitik unserer Nationalbank ebenfalls beibehalten. Der Zins auf Sichteinlagen bei der Nationalbank beträgt unverändert minus 0.75%. Das Zielband für den Dreimonatslibor bleibt bei minus 1.25% bis minus 0.25%. Auch bleibt die Nationalbank weiterhin am Devisenmarkt aktiv. Der Schweizer Franken ist nach wie vor deutlich überbewertet. Der erwähnte Negativzins wie auch die deutliche Bereitschaft am Devisenmarkt zu intervenieren, sollen Anlagen in Schweizer Franken weniger attraktiv machen und damit den Druck auf den Franken verringern.
Bezüglich der Teuerung ergibt sich eine geringe Anpassung nach oben. Statt wie bisher mit 0,1% soll die Teuerung im laufenden Jahr 2017 0,3% betragen.

Der Geldmarkt (Libor) und auch der Kapitalmarkt (Festzinshypotheken) liegen weiterhin auf tiefstem Niveau. Gegenüber der letzten Berichterstattung von anfangs März 2017 haben sich die Zinsen ganz leicht nach unten bewegt und deshalb sind nach wie vor Libor wie auch Festzinshypotheken überaus attraktiv. Es lohnt sich, etwas mehr Zeit bei der Wahl des Finanzierungsinstituts und des Hypothekarprodukts zu investieren. Die Unterschiede bei Geldmarktfinanzierungen (Libor) wie auch bei Festzinshypotheken sind nämlich gross. Auch in Bezug auf die Kreditstandards (Kreditpolitik der Banken) sind deutliche Unterschiede erkennbar.

Nach wie vor empfehlen wir Libor (gleich oder tiefer als 0.85%) oder dann Festzinsabschlüsse von 6 bis 10 Jahren. Diese sind, je nach Institut, nach wie vor um 1% erhältlich. Gute Aussichten somit für einen zinstiefen Sommer 2017.

Die Zinsprognose der HypothekenBörse AG für die nächsten 12 Monate bleibt unverändert.

18 Jahre HypothekenBörse AG – 18 Jahre unabhängige, persönliche und professionelle Finanzierungsberatung für Wohneigentümer, Immobilienanleger und gemeinnützige Wohnbauträger.

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